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Beziehung retten – ein Leitfaden

von | Donnerstag, 9. Juli 2015 | Beziehung | 0 Kommentare

Es gehören immer zwei dazu, wenn einer die Beziehung retten will..

Wenn wir eine Beziehung retten wollen, kann das grundsätzlich nur zwei Gründe haben: Entweder wir selbst sind unzufrieden – oder aber unser Partner/-in ist es. Es kommt natürlich auch vor, dass beide Partner unzufrieden sind. Der Gedanke die Beziehung zu beenden wird dann allmählich immer lauter, während die Unzufriedenheit wächst.

Viele von uns nehmen den Gedanken ans „Schluss machen“ in solchen Phasen als selbstverständlich hin – wir haben uns ja früher oder später doch daran gewöhnt, dass es nun mal so läuft. Aber muss es denn so sein? Haben wir es denn wirklich nicht selbst in der Hand?

Schon der Ausdruck „die Beziehung retten“ könnte uns auf den Holzweg führen. Hier ist der Grund dafür:

Ein komplexes Netzwerk von Erfahrungen. Wenn wir die Beziehung retten wollen, müssen wir diesem unsere Aufmerksamkeit schenken.

Ein komplexes Netzwerk von Erfahrungen. Wenn wir die Beziehung retten wollen, müssen wir diesem unsere Aufmerksamkeit schenken.

Eine „Beziehung“ ist – im Gegensatz zu unserem Partner – nichts was wirklich existiert. Es ist ja nur ein geistiges Konzept. Eine Art Oberbegriff für all die mit einem bestimmten Menschen gesammelten Erfahrungen, auf welchen wir uns beziehen. Diese Erfahrungen jedoch existieren wirklich. Sie sind tief in unsere Erinnerung eingraviert – ein hochkomplexes Netzwerk von Gefühlen, Berührungen, Gesichtsausdrücken, Bildern, Worten, Tönen und Gerüchen, das wir immer wieder aktivieren und weiter ausbauen, wenn wir uns auf unseren Partner beziehen. Aber kann man denn Erfahrungen retten?

Das ist eine wichtige Frage. Denn wenn wir unsere Beziehung retten wollen – und eine Beziehung nichts anderes ist als das was wir an Erfahrungen im Bezug auf einen anderen Menschen in unserer Erinnerung gespeichert haben – dann müssen wir folglich, um unsere Beziehung zu retten – die Erfahrungen mit diesem Menschen retten.

Da  hilft nur eins: Konflikte erkennen, Konflikte lösen und wieder positive Erfahrungen sammeln

Es liegt auf der Hand, dass die als unangenehm erlebten Erfahrungen überhand genommen haben müssen, wenn wir sie nun „retten“ wollen. Diese Beziehung retten – das können wir nur, wenn wir es schaffen diese unangenehmen Erfahrungen hinter uns zu lassen. Und stattdessen wieder öfter positive Erfahrungen machen.

Hier wird es nun in der Regel schwierig. Denn unangenehme Erfahrungen entstehen immer dann, wenn es einen Konflikt gibt, den wir nicht lösen können. Wichtige Bedürfnisse bleiben unerfüllt – negative Gefühle steigen auf. Wenn sich das immer wieder wiederholt, wird allmählich ein Teufelskreis daraus, der sich scheinbar nicht durchbrechen lässt.

Wenn jeder zuerst für sich selbst sorgt, wird alles einfach..

Es gibt Hoffnung: Es liegt ja auf der Hand, dass wir die unangenehmen Erfahrungen nicht einfach auslöschen, wegreden oder sonst etwas können. Wenn wir es als Realität akzeptieren, dass wir nun mal diese unangenehmen Erfahrungen machen mussten, und uns dann darauf fokussieren, was wir dafür tun können, um das nächste mal an der selben Stelle eine positive Erfahrung zu machen – beginnen wir Verantwortung zu übernehmen und schaffen die Voraussetzung für eine Lösung.

Es ist doch so: Wenn ich unzufrieden bin, dann bin ich selbst am besten in der Lage zu erkennen, wie es sein muss, damit ich zufrieden bin, oder? Auch unser Partner ist selbst am besten in der Lage zu erkennen, was er braucht, um zufrieden zu sein. Und mit dieser Frage wird sich unser Partner dann erst beschäftigen, wenn er selbst dazu motiviert ist – und nicht wenn es uns in den Kram passt – richtig?

Es gibt nun also, wie bereits erwähnt, 2 Gründe, warum wir die Beziehung retten wollen:

Grund 1: Der Partner ist unzufrieden und denkt an Trennung.

Dies ist wohl der häufigere Grund. Es ist aber auch der Grund, bei dem wir weniger Einfluss haben. Denn der Partner ist es ja, der unzufrieden ist – und folglich hat nur er es in der Hand die nötige Veränderung zu bewirken. Wir können hier von Hilfe sein, wenn wir uns damit befassen, welche Bedürfnisse beim Partner unerfüllt sind. Warum er also unzufrieden ist.

Lösungen zu liefern ist in aller Regel keine große Hilfe – denn da wir nicht in der Haut unseres Partners stecken, übersehen wir oft wichtige Details und berücksichtigen diese nicht in unserer Lösung. Das ist aber auch nicht weiter tragisch. Denn Lösungen finden sich von selbst, wenn man das Problem erstmal erkannt hat, oder?

Daher ist es das beste, wenn wir unseren Partner durch aufrichtig interessiertes Fragen versuchen zu verstehen. Das hilft nämlich wiederum dem Partner sich selbst zu verstehen und sein Problem zu erkunden. Niemand möchte gesagt bekommen: „Du hast dieses Problem, Du solltest jenes anders machen!“ Aber wenn sich jemand aufrichtig und unvoreingenommen dafür interessiert, was uns gerade beschäftigt oder gar quält – dann sind wir dafür schon eher empfänglich, oder nicht?

Grund 2: Wir sind unzufrieden und denken an Trennung.

Da wir ja bereits an Trennung denken, weil wir unzufrieden sind – ist hier der Wunsch, die Beziehung zu retten tendenziell schwächer. Häufig sehen wir, was der Partner anders machen könnte – und glauben wir wären dann zufrieden. Vielleicht ist das auch so. Vielleicht wäre es uns dann aber auch wieder nicht recht.

Jedenfalls scheinen wir vergessen zu haben, dass wir doch vorher auch irgendwie existieren konnten – ohne diesen Menschen. Warum ist es nun so wichtig, dass er sich so oder so verhält? Wenn wir so denken, dann haben wir uns wohl verrannt. Und das scheint ganz menschlich zu sein. Dies zu erkennen – ist der nächste Weg zur Besserung.

Wir können dann einen Schritt zurücktreten und überlegen: Wie würde ich mich nun um mich selbst kümmern, wenn mein Partner nicht da wäre? Wie würde ich mir meine Bedürfnisse erfüllen? Schließlich ist das nicht die Pflicht unseres Partners, auch wenn dieser selbst glaubt in der Pflicht zu stehen, stimmt’s?

In der Regel ist es, wenn es erstmal soweit gekommen ist, nur nicht so einfach zu erkennen, was wir gerade jetzt brauchen – welche unserer Bedürfnisse unerfüllt sind. Häufig sind hier auch Bedürfnisse unerfüllt, die wir uns selbst gar nicht zugestehen. Deshalb kann es hier hilfreich sein, jemanden zu haben, z.B. eine guten Freund, der einem zuhört und die richtigen Fragen stellt.

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